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Kommentar zur Sanierung des Clavius-Gymnasiums

Zwei Jahre nach dem Beschluss über den umstrittenen Umbau des Clavius-Gymnasiums offenbart sich eine Kostensteigung von 22,1 auf 30 Millionen. Es handelt sich hier also nicht um einen kleinen Betrag, sondern um eine Kostensteigerung von etwa 35 Prozent. Diese ergibt sich unter anderem aus der Nichtbeachtung von Brandschutzmaßnamen und Einrichtungsgegenständen. Für die Bürger stellt sich da die Frage, ob diese Kostenfaktoren absichtlich vergessen wurden um das Konzept für den Kreis- und Stadttag attraktiver zu machen.

Die Idee einer unterirdischen Turnhalle klingt nicht nur absurd, sie macht auch den extremen Platzmangel des aktuellen CG-Komplexes deutlich. Ist es eine sinvolle Lösung weitere Räumlichkeiten kostspielig auf beziehungsweise unter dem bestehenden Gebäuden zu schaffen oder wäre es zum Beispiel nicht einfacher gewesen, die bestehenden Zimmer der Martinsschule zu verwenden? Zumal die Schüler der Martinsschule einfach in leerstehende Räume in der Luitpoldschule und die in der Domschule freiwerdenden Räume umziehen könnten. Somit würde der vorhandene Platz effektiver genutzt und es könnte jede Menge Geld eingespart werden, was dann in zusätzliche Lehrmaterialien und Ausrüstung der Klassenräume investiert werden könnte.

Die Diskussion um das Clavius-Gymnasium sowie viele andere Ausbau- und Verkehrsmaßnahmen in Bamberg sind Symptome eines Planungsfehlers, den die Domstadt mit sich trägt. Alle Gymnasien, die man im Landkreis finden kann, liegen in Bamberg. Wieso nutzt man also nicht die Chance und lagert das CG aus? 30 Millionen sind nicht wenig Geld. Es hätte effektiv genutzt werden können, um ein neues Gymnasium im Raum Bamberg zu schaffen, welches für Schüler aufgrund seiner Lage einfacher zu erreichen wäre, mehr Platz bieten würde, und von Grund auf nicht für ein paar Hundert sondern für 1600 Schüler konzipiert worden wäre.Vor allem, wenn man beachtet, dass nach dem Ausbau der jetzigen Gebäude vermutlich immer noch nicht genug Platz für die Schüler bereit stehen wird.

Mehr Räumlichkeiten gäben auch die Möglichkeit, endlich ein sinnvolles Konzept für den Nachmittagsunterricht zu entwickeln. Zurzeit verfügt das Clavius-Gymnasium weder über eine Kantine noch über genug Platz für hunderte Kinder, die ihre Mittagspause in der Schule verbringen. Viele weichen deshalb auf die umliegenden Fastfood-Angebote aus, was ja wohl nicht im Interesse des Stadtrates sein kann. Die Stadt Bamberg hat mit dem Umbau des CGs die Möglichkeit verpasst, eine Schule in Bamberg bereit zu stellen, die den Lasten des achtjährigen Gymnasiums gewachsen ist.

Doch die eigentliche Ursache des Platzproblems ist wohl die gescheiterte Bildungspolitik von Ludwig Spänle, welche dafür sorgt, dass überall in Bayern leere Hauptschulen und überfüllte Gymnasien zu finden sind.

5 Kommentare

  1. 1

    [...] Wenn man sicher weiß, dass der Ort des Containerbaus für die Schüler des Clavius Gymnasiums – die während der Umbauzeit neue Klassenzimmer benötigen – alternativlos ist und damit für drei Jahre mitten im Weltkulturerbe ein Containerbau stehen muss, dann hilft kein Aufregen – da hätte man das Gymnasium eben gleich verlegen sollen. [...]

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