Moderne Politik lokal gestaltet
Busverkehr Bamberg

Ein Landkreis, für die die sich die Stadt nicht leisten können…

…so stellt sich das unser Landrat Dr. Günther Denzler wohl vor. Gestern im Kreisausschuss erklärte er voller Überzeugung Attraktivität bedeute, dass das Wohnen im Landkreis billiger sein muss als in der Stadt. Ob da alle halbe Stunde ein Bus fahre sei “erstmal unwichtig”. Mit dem Ausblick auf die kommende Erschließung des neuen Viertels auf dem Armeegelände in Bamberg, besteht also seitens des Landrats anscheinend hauptsächlich die Angst, die Stadt könne den Landkreis mit “Dumpingmieten” unbewohnt machen.

Bus in Bamberg

Busse in Bamberg
Foto: Paul SablemanCC-BY-SA

Hier wird also nicht der nach Gründen gesucht, wieso Leute ins Land ziehen sollten, sondern nur nach Gründen, die sie davon abhalten könnten in die Stadt zu flüchten.
Dabei ist doch der Hauptgrund für viele (nicht nur) junge Leute, die vom angrenzenden Kommunen in die Stadt ziehen wollen, die fehlenden Möglichkeiten auf dem Land sich z.B. spontan abends mit Freunden zu treffen. Und das liegt eben hauptsächlich an der schlechten Anbindung durch den ÖPNV. Dies wird vor Allem klar wenn man sich die Gemeinden im “Speckgürtel” Bambergs anschaut. Von Hallstadt ist es zum Beispiel in die Innenstadt nicht viel weiter als von der Gartenstadt. Letztere ist aber um einiges gefragter, weil die Anbindung durch die Stadtbuslinien in vielerlei Hinsicht besser gestaltet ist.
So gibt es eine Abend bzw Nachtlinie die Theater-, Kino- und eben auch Barbesucher nach Hause bringt. Außerdem fahren auch die Linien tagsüber öfters, was den Bewohnern in ihrer Tagesplanung flexibilisiert.

Den ÖPNV zu vernachlässigen bedeutet aber, und das sollte man nie vergessen, gerade für ältere Menschen einen großen Einschnitt. Diese sind oft auf Bus und Bahn angewiesen, weil sie nicht mehr in der Lage sind selber das PKW benutzen zu können.

Lieber Dr. Denzler, ich plädiere an Ihre Vernunft. Mit geeigneten Infrastrukturmaßnahmen wird der Landkreis, unabhängig der Grundstücks- oder Mietpreise attraktiv bleiben. Allein die Tatsache, dass die Natur hier wunderschön ist, sollte Ihnen als Bewohner des Ellertals doch bewusst sein.

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Habemus Kreisverband!

Pressemitteilung zur Gründung des Kreisverbandes Bamberg Stadt und Land der Piraten. Text und Bilder: CC-0 (Freie Verwendung).

Foto der Gründungsveranstaltung

Das gut gefüllte Nebenzimmer des Rotenschildes

Am Donnerstag den 26 Januar trafen sich Politik-Piraten aus Bamberg Stadt und Land um den ersten Kreisverband in Oberfranken zu Gründen. Von den 85 Mitgliedern aus der Region Bamberg folgten 18 dem Ruf in das gut gefüllte Nebenzimmer des Rotenschildes in der Oberen Sandstraße. Zu Gast waren unter anderem Mark Huger aus dem Landesvorstand der Piratenpartei sowie der Bezirksvorsitzende Maximilian Rybka.

Zum ersten Vorsitzenden des Kreisverbandes wurde Kai Mast gewählt, Markus Geier wurde sein Stellvertreter und Axel Fritsch wurde mit dem Schatzmeisterposten betreut Benjamin Stöcker und Uwe Köhler runden als Beisitzer den Vorstand ab.

“Damit wurde uns viel Verantwortung übertragen. Organisatorisch gilt es jetzt die Landtagswahl und die Bundestagswahl im nächsten Jahr vorzubereiten”, hielt der 20 jährige Kai Mast fest und ergänzte: “Lokalpolitisch haben wir heute einen großen Schritt gemacht und Positionen bezogen. Hier gilt es weiter anzuknüpfen, damit wir unserer Ziel, 2014 den Stadtrat und den Kreistag in Fraktionsstärke zu entern, erreichen können.”

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