Moderne Politik lokal gestaltet
ICE Bamberg

Ausbau der ICE-Trasse

Photo: RrrodrigoCC-BY-SA

Die Piraten in Bamberg bekennen sich zur Förderung des Personen- und Güterverkehrs auf der Schiene. Die Bahn ist eine der umweltfreundlichsten Transportmethoden im Fernverkehr und ist durch den Stromantrieb prinzipiell CO2-neutral denkbar. Beim Ausbau der Bahntrasse in Bamberg, welche hauptsächlich für den Güterverkehr geschieht, sehen wir Piraten dennoch einige Punkte, auf die die Stadt Bamberg Wert legen sollte, um die Last für die Stadt und ihre Bürger zu minimieren.

Forderungen an die BAHN

Der ICE-Haltepunkt in Bamberg ist für eine Tourismus- und Industriestadt wie Bamberg natürlich von großer Bedeutung. Dies gilt jedoch erst Recht für die Bahn, so dass der aktuelle Takt von 2 Std. zumindest beibehalten werden muss. Wir Piraten fordern, dass die Stadt und ihre Bewohner vom auftretenden Lärm der Trasse effektiv und deutlich über die gesetzlich erlaubten Werte hinaus geschützt werden. Die Bahn und das Eisenbahnbundesamt sind daher gefordert, neue Techniken zur Vermeidung von Lärm schneller zu genehmigen, damit sie schon für die Planung in der Bamberger Region realisiert werden können. Damit wäre es denkbar, die Mauern teilweise sogar unter 2 Meter zu senken, zu bepflanzen oder sogar durchsichtig zu gestalten.

Ebenfalls muss von der Bahn verlangt werden, dass die Geschwindigkeit der Güterzüge zumindest in der Nacht in Wohngebieten drastisch verringert wird. Dies trägt am stärksten dazu bei, die Nachtruhe der Anwohner zu sichern und gleichzeitig die Anforderungen an den Lärmschutz zu erleichtern. Besonderes Augenmerk legen wir Piraten auf den S-Bahnhalt im Süden. Dieser sollte so nah als möglich an die “Bamberger Arena” gelegt werden. Damit kann, besonders bei Spielen und Großveranstaltungen, sogar ein S-Bahn-Shuttle vom Bahnhof zur Arena eingerichtet werden, womit die übervollen Busse und der Individualverkehr entlastet würde.

Die Forderung nach einem Projektbeirat unterstützen wir Piraten nachhaltig als ein Instrument der Mitbeteiligung für einen demokratischen Kompromiss. Dies würde schon im Vorfeld mithelfen, Zeitverluste, kostenintensive Klagen, Prozesse und langwierige Protestaktionen zu vermeiden. Grundlegende Bedingung hierfür sind jedoch gleichberechtigte Verhandlungspositionen für Bürger und Kommunen.

Alle Variationen, die eine Verbesserung der Planungen bedeuten können, müssen transparent nach allen Stärken und Schwächen geprüft sein. Sämtliche Ergebnisse sind allen Beteiligten offen und verständlich darzulegen, um beiden Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit konstruktivem Austausch gelingt eine Modernisierung der Bahn in einem Konsens mit dem Ruhebedürfniss der Bürger. Bei allen Bedürfnissen nach wirtschaftlicher Planung bei der Bahn, darf der Nutzen niemals über die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen gestellt werden. Zeitersparnis für die Bahn ist kein Argument mehr, nachdem mit der Linienführung über Erfurt bewusst ein Umweg in Kauf genommen wurde. Noch dazu mit unnötigen Zusatzkosten in Milliardenhöhe.

Forderungen an die Stadt

Die geplante Innenstadttangente lehnen wir Piraten als unökologisch, viel zu kostenintensiv bei zu geringem Mehrwert ab. Wir sind der Überzeugung, dass die Tangente mit ihren Kosten von über 40 Millionen Euro wieder eine Förderung des PKW-Verkehrs gegenüber anderen Verkehrsarten darstellt, und so der Autoverkehr in der Innenstadt intensiviert wird, anstatt Menschen zu motivieren auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Einzig eine Radtangente wäre für uns denkbar, um für den Radverkehr eine schnelles Vorankommen in der Nord-Süd Achse zu erreichen.

Wir fordern den Stadtrat auf, den Beschluss zum Bau der Innenstadttangente unverzüglich aufzuheben. Die damit frei werdenden Gelder können in den vernünftigen Ausbau des Radwegenetzes für eine bessere Ost-West-Anbindung investiert werden. Daneben wäre es denkbar, die Pfisterbrücke effektiv so zu verbreitern, damit diese mehr Verkehr aus der Stadt leiten kann.

Im Allgemeinen sind wir Piraten der Meinung, dass ein Verbreitern der Unterführungen – auf Kosten des Stadthaushaltes – mit Bedacht geschehen sollte und vorrangig einer umweltschonerenden Anbindung des neuen Osten mit der Innenstadt dienen soll. Wir würden die knappen Ressourcen der Stadt in einem S-Bahn-Halt Bamberg-Süd besser investiert sehen.

10 Kommentare

  1. 1

    Hallo,
    wenn die Mauern nicht so hoch sind…….. dann gibts auch keinen Schallschutz! Also ist das irgendwie blöd. Denn wo keine Wand (oder irgendein Ding), da kein Schutz.

    Und man kann dies auch komplett aus PLEXI-GLAS machen. Was hält man von umweltverträglichen, ökologischen, nachhaltigen und städtebaulich vertretbaren “LÄRMSCHUTZSTEILWÄNDEN MIT BEGRÜNUNG”?!?! Einfach mal googeln.

    Danke für den Tipp Mr. X! Gern geschehen! ;)

    Bis denn! J.

  2. 2

    Hallo Mr. X

    Einfach mal vorbeikommen und dieses Plexiglas zeigen…
    Die Probleme sind leider viel größer und die Bahn viel unbeweglicher als wir es gerne hätten!

    Mit “einfach mal googeln” kann man den Behörden-Apparat “Bahn” schlecht beeindrucken – Politiker noch viel weniger…
    Kommen und mit anderen Bürgern Ideen ausarbeiten und dafür öffentlich kämpfen – nur eine starke Bevölkerung wird etwas erreichen!!

    Wir warten ständig auf Menschen, die uns als Bürger-Gruppe weiterbringen…

    Wir sehen uns?
    Gruß Robert

  3. 3

    Ist doch alles Lüge. Der ICE ist gar nicht laut!!! Ich wohne an der Bahn und weiß das. Den ICE hört man gar nicht im Gegensatz zu den Güterzügen die hier alles zum wackeln bringen. Und das ist der eigentliche Grund. Die Bahn will den Güterverkehr erhöhen und die Züge mitten in der Nacht mit 200 Sachen durchbrausen lassen….

    Mir persönlich nützt die Wand nichts. Schall geht nach oben..und ich wohne weit oben..über der Höhe der geplanten Mauer. Und auch die Erschütterungen werden dadurch nicht vermieden.

    • Hallo Gerald,

      natürlich sind die Güterzüge das Problem und nicht der ICE. Habe mir aber auch schon öfters gedacht dass der Name “ICE-Trasse” sehr irreführend ist, aber so wird das Projekt leider vom Stadtrat und der Presse betitelt. Sorry, wenn der Artikel in der Hinsicht etwas unklar ist.

      Deine Problematik zeigt dass die Mauern nicht viel bringen, und z.B. moderne Güterzüge (die kann man heutzutage nämlich auch leiser Bauen) oder schalldämpfende Gleisbette eine bessere Lösung wären.

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  4. 4

    Ergänzend ist auch zu erwähnen, dass – betrachtet man die Seitenm des Städtischen Planungsamtes – eine Reihe Wohngebäude sowie die äußeren Backsteinbauten der Mälzerei an der Brennerstraße zwischen Bahnhof und Memmelsdorfer Straße sowie der denkmalgeschützte Ringlokschuppen gelb markiert, d.h. zum Abriss vorgesehen, sind.
    Viele Wohngebäude dabei für eine Querspange aus Bamberg kommend von der Ebensfelder Strecke zur Schweinfurter Strecke hin, deren Sinn (im Bereich vor dem Bahnhof ließen sich die Züge einfach durch Weichen überführen) sich mir nicht erschließt. Die alten Backsteinbauten der Mälzerei (ich glaube, die haben sogar Denkmalschutz) sollen, so wie ich das verstanden habe, sogar abgerissen werden, um ein Abstellgleis dorthin zu verlegen.
    Die Innenstadttangente wäre ein weiterer Wohngebäudefresser…

  5. 5
  6. 6

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